ARD-Freienrat: Herbststreffen in Leipzig

Der ARD-Freienrat hat auf seinem Herbsstreffen in Leipzig die Kongressvorbereitungen fortgesetzt. Am 5. und 6. April werden die mdr-Freienräte den 4. ARD/ZDF-Freienkongress ausrichen, Motto: „Öffentlich.Rechtlich. Frei.“  Neben den Diskussionen um die künftige Beitraghöhe und die Auswirkungen der Strukturreform auf freie Mitarbeit und die Programme wird es um bessere Beteiligungsmöglichkeiten für Freie und deren Interessenvertretungen an den öffentlich-rechtlichen Sendern gehen.

Außerdem hat sich der Freienrat in Leipzig eine Geschäftsorndung gegeben und den Vorstand für das nächste Jahr gewählt. Ihm gehören an: Stephanie Hajdamowicz (WDR), Tina Fee Moebus (Radio Bremen), Christoph Reinhardt (RBB), Stefan Tiyavorabun (SWR), Rüdiger Trojok (MDR).

Umfrage Freie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Lieber Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten euch gerne eine wissenschaftliche Studie ans Herz legen. Sie beschäftigt sich mit den Arbeitsbedingungen der Freien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – unseres Wissens gab es so eine Studie bisher noch nie, wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse. Verantwortlich ist Jörg Langer, der vor drei Jahren eine ähnliche Untersuchung zur Situation der selbständigen Film- und Fernsehschaffenden durchgeführt hat (http://www.langermediaconsulting.de/resources/Studie-Filmschaff_FINAL_JL.pdf). Unterstützt wird die Studie von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Fraktion Die Linke im Bundestag.

Neben den Gewerkschaften verdi und DJV hat der ARD-Freienrat die Studie im Vorfeld begleitet, wir versprechen uns einiges von den Ergebnissen. Der Kern der Studie besteht aus einer Umfrage, die möglichst viele der Freien in ARD und ZDF erreichen will. Den Link und weitere Einzelheiten findet ihr hier:

https://www.surveymonkey.de/r/UmfrageFREIE

Die Umfrage wird in diesen Wochen an allen öffentlich-rechtlichen Sendern bzw. den Tocherunternehmen durchgeführt und dauert für jeden Teilnehmer eine gute Viertelstunde. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele mitmachen. Bitte macht auch eure Kolleginnen und Kollegen darauf aufmerksam, die vielleicht nicht in unseren Verteilern sind.

Ansprechpartner: Christoph Reinhardt, rbb-Freienvertretung

Frei und krank: Fallstricke und Vorsorge

Michael Hirschler ist Referent für Freie beim DJV-Bundesverband. Er ist u.a. Herausgeber des Standardwerks „Spring – DJV Handbuch  für Freie“ und veröffentlicht regelmäßig Informationsmaterial auf der Webseite des DJV. Ausführliche Informationen zu einzelnen Themenbereichen finden sich u.a. hier:

Neue Regelungen zum Mutterschutz für Freie

Krankengeld bei Erkrankung des Kindes

Krankengeld – jetzt handeln

Keine Krankenversicherungsbeiträge auf freiwillige Versicherungsleistungen

 

 

Wer nicht klagt, der nicht gewinnt – Wege in die Festanstellung für (nicht)-programmgestaltende Freiel

Dass der Weg für nicht programmgestaltende (NPG) Freie zur festen Stelle kurz geworden ist, hat sich herumgesprochen. Seit dem „Cutter-Urteil“ 2013 haben auch die Kollegen anderer Gewerke den Weg über das Arbeitsgericht eingeschlagen und oft gewonnen. Die Kolleginnen und Kollegen beim rbb haben seit diesem Jahr Anspruch auf einen Bestandsschutz bis zur Rente – dies war der rbb-Geschäftsleitung lieber als eine Klagewelle der rund 500 NPG-Freien. Beim BR hatte die Gewerkschaft einen Gagisten-Tarifvertrag ausgehandelt. Juristisch beraten durch Rechtsanwältin Ute Opritescu, inzwischen tätig für die IG Metall. „Wer nicht klagt, der nicht gewinnt – Wege in die Festanstellung für (nicht)-programmgestaltende Freiel“ weiterlesen

Auslagerung in Produktionsgesellschaften – Chance oder Risiko für Freie?

Foto: ARD-Freienrat; Jan-Markus Holz

„Wenn die Gewerkschaften nicht mitspielen, lagern wir die Produktion eben aus“. Im Alltag der Tarifverhandlungen und Beteiligungsverfahren in den Sendern gehört das Reizwort „Auslagerung“ zu den Standard-Drohungen, auf die Gewerkschaften und Personalräte – je nach Temperament und Tagesform – üblicherweise empfindlich-aufgeregt bis sportlich-gelassen reagieren. Anders bei Radio Bremen und im Panel 3 des Freienkongresses. Denn Radio Bremen hat die Auslagerung der früheren Produktionsdirektion in die private „Bremedia“ (Mehrheitsgesellschafter: Radio Bremen) schon lange hinter sich. Und die Direktorin für Unternehmensentwicklung und Betrieb, Brigitta Nickelsen, sorgte mit entschlossener Vorwärtsverteidigung dafür, dass statt eines ideologischen Schlagabtauschs aus dem Panel ein intensives Fach- und Hintergrundgespräch wurde. „Auslagerung in Produktionsgesellschaften – Chance oder Risiko für Freie?“ weiterlesen

Das war der Freienkongress 2018

Bei den anderen:

  • dpa: Spardruck bei ARD verunsichert freie Mitarbeiter
  • Deutschlandfunk: Versteckte Opfer des Spardrucks
  • Stefan Fries: Intendant von Radio Bremen wirft Verlagen Propaganda vor
  • dwdl: Metzger wirft Verlagen „Propaganda“ in eigener Sache vor
  • dwdl: „Wir befürchten, dass die Freien zum Ventil werden“
  • rbb-Medienmagazin „Für weniger Geld und mehr liefern“
  • JVBB: ARD-Freie wehren sich gegen Spardruck
  • ver.di: ARD-Freie bohren dicke Bretter

Das Programm

Auf Twitter

rbb-Freie gewinnen „Das dicke Brett“

Foto: ARD-Freienrat; Jan-Markus Holz

Der ARD-Freienrat hat zum ersten Mal den Medienpreis „Das dicke Brett“ vergeben. Die Legalize-it-Kampagne der Freien des Rundfunks Berlin Brandenburg wurde für ihren erfolgreichen Einsatz für rund 500 Freie ausgezeichnet. Innerhalb eines  Jahres hatten die rbb-Freien einen vorbildlichen Bestandsschutz-Tarifvertrag erstritten, der Kameraleuten, Cuttern und vielen anderen sogenannten nicht programmgestaltenden Freien ihre Beschäftigung bis zur Rente garantiert. „Diese Kampagne hat Symbolcharakter,  ist nachhaltig und stärkt den Zusammenhalt der Freien“,  sagte Stephanie Funk-Hajdamowicz vom Vorstand des ARD-Freienrats. „rbb-Freie gewinnen „Das dicke Brett““ weiterlesen

Bremer Resolution

Qualität hat ihren Preis

Der Sparprozess im öffentlich-rechtlichen Rundfunk trifft vor allem die Freien. Denn die Freien müssen immer mehr Programm auf immer mehr Plattformen liefern –  für das gleiche Honorar oder auch für weniger. Das heißt konkret: Sparen an der Qualität. Das muss aufhören.

Mitbestimmung für alle

Wir fordern das aktive und passive Wahlrecht für Freie in allen Personalräten aller Sender. Bislang gibt es das nur in der Hälfte aller Rundfunkanstalten. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht vor, das Bundespersonalvertretungsgesetz zu modernisieren. Wir fordern, dass das Gesetz auch für arbeitnehmerähnlich Beschäftigte gilt.

Freie brauchen denselben Schutz wie Angestellte

Freie brauchen Schutz bei Krankheit und eine sichere Beschäftigung. Wir fordern die Honorarfortzahlung ab dem ersten Krankheitstag, so wie es für Angestellte selbstverständlich ist. Wir fordern ein Ende von unsicherer Beschäftigung. Freie müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Arbeitsplatz sicher ist. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen #metoo-Debatte ist es besonders wichtig: Freie brauchen besonderen Schutz vor Machtmissbrauch und Übergriffen jeglicher Form.

Der ARD-Freienrat und der ARD-Freienkongress Bremen 2018

21. April 2018

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