Der Freienrat von ARD, ZDF, Deutscher Welle und Deutschlandradio hat seine Auszeichnung „Das Dicke Brett“ in diesem Jahr allen engagierten Gewerkschaftsmitgliedern gewidmet, die sich für die Weiterentwicklung der sogenannten „12a-Tarifverträge“ für arbeitnehmerähnliche Freie einsetzen. Stellvertretend für die vielen hundert Aktiven nahmen Manfred Kloiber (Bundesvorsitzender der ver.di-Fachgruppe Medien) und Michael Hirschler (Referent für Freie beim Deutschen Journalistenverband) die Auszeichnung entgegen. Anlass war der Freienkongress 2026 in Bonn.

Eine Fachveranstaltung des Freienkongresses hatte sich mit einer kritischen Zwischenbilanz der sogenannten 12a-Tarifverträge befasst und weitere Verbesserungen für Freie gefordert.
50 Jahre Tarifverträge für Freie
Der erste Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche freie Mitarbeitende war vor 50 Jahren im Februar 1976 geschlossen worden, kurz nachdem der Gesetzgeber diese Möglichkeit im Tarifvertragsgesetz durch die Einfügung des § 12a ermöglicht hatte. Bis heute bilden diese Tarifverträge die wichtigste soziale Grundlage für die rund 18.000 „festen Freien“ in den öffentlich-rechtlichen Sendern, indem sie gesetzliche Schutzrechte für Arbeitnehmer nachbilden – unter anderem die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, besonderer Schutz bei Schwangerschaft oder in Erziehungszeiten oder Anspruch auf Erholungsurlaub.
Mit dem „Dicken Brett“ zeichnen die Interessenvertretungen der Freien in ARD, ZDF, Deutscher Welle und Deutschlandradio seit 2018 regelmäßig herausgehobene Projekte aus, die die Lage von freien Mitarbeiter:innen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbessern.
